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Die Qual der Wahl – Mit diesen 8 Tipps findest du das richtige WordPress-Theme

Ein passendes WordPress-Theme zu finden, ist heute gar nicht mal so einfach. Wie du vielleicht schon selbst einmal gesehen hast, stehen dir heute eine Vielzahl kostenloser als auch kostenpflichtiger WordPress-Themes zur Auswahl. Um hier den Überblick zu behalten und später keine bösen Überraschungen zu erleben, findest du in diesem Beitrag einige hilfreiche Tipps & Tricks.

Die Qual der Wahl. Alleine im Theme Directory von wordpress.org stehen dir mehrere tausend kostenlose Themes zur Auswahl. Ein erstes Auswahlkriterium bietet dir die Filterung. Unter „Popular“ stehen die WordPress eigenen Themes „Twenty Nineteen“ und „Twenty Seventeen“ an erster Stelle. Beide Themes bieten einen sehr guten Anfang, wenn du zum Beispiel mit einem einfachen Blog starten willst. Um dich bei der Suche nach dem richtigen WordPress-Theme für deine eigene Webseite oder für ein Kundenprojekt zu unterstützen, möchte ich dir im Folgenden ein paar Tipps an die Hand geben.

Wordpress.org Theme-Verzeichnis
Im offiziellen WordPress Theme-Verzeichnis kannst du aus tausenden kostenlosen Themes dein favorisiertes Design wählen.

1. Tipp: Definiere die Ziele deiner zukünftigen Webseite

Es wird dir bei der Auswahl zum richtigen WordPress-Theme enorm helfen, wenn du dir von Anfang an Gedanken zum Ziel und Zweck deiner Webseite machst. Willst du einen Blog mit News und Infos starten oder ist dein Ziel eine komplexere Firmenwebseite?

Wenn du das Ziel deiner Webseite schon festlegen kannst, konzentriere deine Auswahl auf entsprechende Themen oder Branchen.

Hier eine kleine Liste möglicher Branchen und Anwendungszwecke:

  • Blog oder News-Magazin
  • Firmenwebseite / Verbandswebseite
  • Künstlerportfolio, Fotograf, Agentur, Designer
  • Verzeichnis Webseite (WiKi)
  • Foren Webseite
  • Onlineshop
  • Seminare
  • Buchungen oder Reservierungen
  • Produktvorstellung oder Landingpage
  • Rezepte-Blog
  • Reiseblog oder Portal
  • Restaurants
  • Immobilienmakler
  • Ärzte
  • Nischen-Webseiten

E-Book WooCommerce

2. Tipp: Anforderungen. Was soll das Theme leisten können?

Da WordPress so unglaublich viele Einsatzmöglichkeiten bietet, grenze auch hier die Leistungsanforderungen an dein zukünftiges WordPress-Themes so genau wie möglich ein. Willst du z.B. einen Onlineshop starten, so achte darauf, dass das Theme für WooCommerce ausgelegt ist.

Auch zu den Anforderungen an ein WordPress-Theme, habe ich dir eine Liste als Hilfestellung zusammengestellt:

  • Slider: Soll ein Slider zu Einsatz kommen und schon im Theme integriert sein?
  • Blog oder Magazin: Wie ist die Blog-Funktionalität (Meta-Tags) und in welchem Design?
  • Mehrsprachigkeit: Wird eine Seite in mehreren Sprachen benötigt, unterstützt das Theme z.B. das Plugin WPML?
  • Sidebar: Wie viele Sidebars werden benötigt?
  • Anzeigen: Sollen Werbebanner oder Anzeigen auf der Seite platziert werden, welche Widgets oder Shortcodes bietet das Theme dafür?
  • Formulare: Sollen spezielle Formulare oder Filterungen zum Einsatz kommen?
  • Mobile: Ist das Theme für mobile Ansichten optimiert, Stichwort responsive Design?
  • Navigation: Wird eine erweiterte Navigation (Megamenü) mit vielen Navigationspunkten gebraucht?
  • Formate: Werden spezielle Post-Formate benötigt z.B. Rezepte, Portfolio, Reservierung?
  • Onlineshop: Ist das Theme für WooCommerce ausgelegt?
  • Customizer & Optionen: Wie lässt sich das WordPress-Theme stylen?

3. Tipp: Nicht von Demo-Seiten blenden lassen

Alle Entwickler von WordPress-Themes sind natürlich peinlichst darauf bedacht, ihr Produkt in bestem Licht darzustellen. Von einer durchoptimierten Demo-Seite solltest du deine Entscheidung also nicht allzu stark beeinflussen lassen. Denn Demo-Themes sind perfekt abgestimmt: Bilder, Farben und Typografie ergeben meist ein perfektes Zusammenspiel. Auch die Ladezeit ist bereits optimiert und kann mit deinem späteren Setup wieder ganz anders aussehen.

Denke also daran, dass du später deine eigenen Bilder benutzen wirst. Auf Demo-Seiten werden häufig hochwertige und kostenpflichtige Stock-Images verwendet, um einen stimmigen Gesamteindruck zu vermitteln. Lizenzgeschützes Bildmaterial dürfen Theme-Entwickler natürlich nicht mit dem Theme ausliefern (Thema Bilderlizenzen).

4. Tipp Mobile Ansicht testen!

Teste auch die mobile Ansicht des WordPress-Themes. Das geht zum Beispiel über die Entwickler-Tools deines Browsers. Ich zeige dir, wie das am Beispiel von Chrome und der RAIDBOXES Webseite funktioniert:

Schritt 1:

Gehe zu “View”→ “Developer” → “Developer Tools”

Alternativ kannst du die Entwickler-Konsole mit der Tastenkombination Cmd + Option + I (Mac) oder Strg + Shift + I (Windows) aufrufen.

mobile test chrome

Schritt 2:

Verschiebe die Entwickler-Tools etwas nach unten, damit die Webseite sichtbar wird und klicke dann auf das Mobile-Icon links. Die Standardeinstellung ist „Responsive“. Damit kannst du die Ansicht nach deinem Belieben verschieben und direkt überprüfen, wie sich diese verändert.

mobile test chrome

Schritt 3:

Mit einem Klick auf „Responsive“ bekommst du Optionen für verschiedene Geräte angezeigt und kannst so die entsprechende Ansicht testen.

mobile test chrome

Mit der Entwickler-Konsole deines Browsers kannst du zudem einsehen, wie viele Skripte (im Head-Bereich) das WordPress-Theme lädt. Viele Script-Dateien schmälern die Performance der Webseite.

Wenn es geht, teste dein ausgewähltes WordPress-Theme auch einmal über dein Handy. So bekommst du einen direkten Eindruck von der Ladezeit und der responsiven Ansicht des Themes.

5. Tipp – YouTube ist dein Freund

Auf YouTube findest du mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Review oder einen Vergleich zu einem oder mehreren WordPress-Themes. Oftmals auf Englisch, aber um einen Blick hinter die Kulissen eines Themes zu werfen, ist dies meist eine gute Möglichkeit.

Hier ein paar Beispiele von Theme-Vergleichen und Reviews auf YouTube:

Video von WP Crafter:

 

Video von ThemeIsle:

 

Video von Ferdy Korpershoek:

6. Tipp – Bewertungen lesen, Fragen stellen, Foren durchsuchen

Bewertungen oder Reviews geben dir weitere Einblicke, wie das ausgewählte Theme bei anderen Benutzern abschneidet. Die Bewertungen bei den kostenlosen Themes auf wordpress.org sind aber meist nicht sehr aussagekräftig.

Achte auch bei den kostenlosen Themes auf wordpress.org auf die „Last updated“ Anzeige. Liegt ein Update durch die Theme-Entwickler länger als ein halbes Jahr zurück, lasse lieber die Finger davon.

Wesentlich mehr Infos findest du bei Portalen wie Themeforest für kostenpflichtige Themes. Hier kannst du oftmals so genannte „Presale Questions“ stellen, also Fragen vor dem Kauf. Die Bewertungen zu kostenpflichtigen Themes bei Themeforest geben dir ebenfalls Informationen darüber, wie der Theme-Entwickler auf Probleme und Anfragen reagiert. Werden die Fragen nicht zeitnah beantwortet, lässt das auf einen mäßigen Support schließen.

Gute Theme-Entwickler führen auch extra Support-Foren zu ihren Themes. Auch hier findest du wertvolle Informationen zu häufigen Problemen. Werden auch hier die Fragen zeitnah beantwortet, zeigt das, dass die Entwickler ein echtes Interesse an den Nutzern haben.

Versuche zum Beispiel auch, über Google ein sogenanntes „Change Log“ zu einem WordPress-Theme zu finden. Hier kannst du die Update-Historie eines Themes einsehen.changelog wordpress theme

Checkliste zu Bewertungen, Fragen, Foren und Tutorials:

  • Bewertungen studieren – Google Suche nach Erfahrungen (Aktualität beachten)
  • Fragen stellen an den Entwickler (Presell Questions)
  • YouTube Videos mit Reviews & Tutorials finden
  • Wie aktuell wird das Theme gehalten, gibt es ein Changlog?
  • Gibt es ein Support-Forum? Wenn ja, wo tauchen häufige Probleme auf?
  • Kannst du Support-Tickets bei den Theme-Entwicklern stellen?

7. Tipp – Kostenlose Themes oder Pro-Themes?

Bei der Frage, ob du auf ein kostenloses Theme oder ein kostenpflichtiges Pro-Theme setzt, solltest du dir deine Ziele für die Webseite vor Augen führen. Auch deine bereits erworbenen Kenntnisse mit dem Umgang von WordPress spielen hierbei eine wichtige Rolle, denn Pro-Themes bieten zumeist eine Menge Einstellungsmöglichkeiten.

Kostenpflichtige WordPress-Themes

Erstellst du z.B. eine geschäftliche Webseite für dich oder einen Kunden, ziehe ein Pro-Theme in Erwägung. Kostenpflichtige Themes bieten dir mehr Gestaltungsmöglichkeiten, Support Garantie, Hilfe- und Community Foren sowie meistens eigene Tutorials. Willst du einen Onlineshop mit WordPress erstellen, bieten Pro-Themes wie z.B. „Flatsome“ bereits einige zusätzliche Funktionen für WooCommerce.

Pro-Themes bieten oftmals sehr viele Voreinstellungen zur gesamten Gestaltung der Webseite, inklusive eigener Pagebuilder. Dazu solltest du schon ein wenig Erfahrung mit WordPress haben und eine Einarbeitungszeit einplanen. Viele Pro-Themes bieten zudem komplette Demo-Inhalte, die du mit einem Klick importieren kannst.

Kostenlose WordPress-Themes

Trotzdem gibt es mittlerweile kostenlose Themes wie z.B. das „Astra-Theme“ oder das „OceanWP-Theme“, die schon in der Free-Version viele tolle Möglichkeiten zur Gestaltung deiner Webseite mitbringen sowie Support-Foren und Tutorials anbieten. Sollten die Funktionen nicht ausreichen, so gibt es ebenfalls Pro-Version zu kaufen.

8. Tipp – Erstelle dir eine Spielwiese zum Testen

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass du dir unbedingt eine Testumgebung für WordPress erstellen solltest, bevor du deine Webseite live stellst. Ein Theme zu wechseln ist zwar einfach, kann aber auch ein großes Chaos hinterlassen, wenn z.B. das Theme eigene Pagebuilder-Inhalte mit Shortcodes erstellt. Das ist besonders ärgerlich, wenn deine Seite bereits online ist.

Für WordPress gibt es einige Möglichkeiten, eine Testumgebung z.B. lokal auf deinem Rechner zu installieren. Programme wie etwa WampServer oder Laragon erstellen eine lokale Webserver-Umgebung auf deinem Rechner, mit der du unbegrenzte WordPress-Instanzen installieren kannst. Zu dem Programm Laragon habe ich in der Vergangenheit auch einen eigenen Beitrag geschrieben.

Auch RAIDBOXES bietet dir die Möglichkeit, eine eigene Staging-Umgebung zu erstellen, um Anpassungen an deiner Webseite in Ruhe auszutesten. Wenn die Änderungen (z.B. neues Plugin oder Theme) im Staging keine Probleme machen, kannst du diese mit einem Klick live stellen und sogar eine Synchronisierung von Testumgebung zur Live-Umgebung einrichten.

Fazit:

Das richtige WordPress-Theme finden ist nicht unbedingt einfach, aber lösbar. Im Wesentlichen hängt deine Entscheidung von deiner Zielsetzung und deinen Anforderungen ab. Je genauer du den Zweck der zukünftigen Webseite definierst, desto besser kannst du ein passendes WordPress-Theme eingrenzen.

Betrachte Demos von Themes immer mit einer gewissen Skepsis, denn dein eigener Content wird das Design deiner Webseite prägen. Wenn du darüber hinaus Bewertungen, Foreneinträge, Videos und Beiträge zu deinem favorisierten Theme recherchiert hast, steht deiner finalen Entscheidung nichts mehr im Wege. Das alles ist sicher etwas zeitintensiv, aber der Aufwand wird sich am Ende lohnen.

Worauf achtest du bei der Auswahl deines Themes am meisten? Fehlt dir noch ein Aspekt in der Liste? Lasse mir gerne deinen Input und Fragen in den Kommentaren da!

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