Bildoptimierung für WordPress

Bilder für WordPress optimieren: 5 beliebte Plugins zur Bildkomprimierung

Grafiken und Bilder für deine WordPress-Seite zu optimieren ist ein einfacher und wichtiger Schritt für die Verbesserung deiner Ladezeit. Umso erstaunlicher ist es, wie viele WordPress-Anwender ihre Originalbilder trotzdem ohne Optimierungsmaßnahmen hochladen. Damit du nicht den gleichen Fehler machst, zeige ich dir heute fünf beliebte WordPress-Plugins, die dir die Komprimierung deiner Bilder komplett abnehmen.

Als Webseitenbetreiber solltest du die Ladezeit deiner WordPress-Seite immer im Blick haben. Schließlich wirkt sich eine schnellere Ladezeit positiv auf das Nutzererlebnis deiner potenziellen Kunden, dein Suchmaschinenranking und im Idealfall deine Conversions aus.

Warum Bildoptimierung in WordPress so wichtig ist

Die Verwendung von Caching-Plugins, die Kompression von Daten mit gzip oder Brotli, das Entfernen überflüssiger Plugins, die Umstellung auf HTTPS und der Wechsel zu einem schnelleren Hoster sind beliebte Schritte, um die Ladezeit deiner WordPress-Seite zu verbessern.

Eine weitere wichtige Maßnahme, die Seitenbetreiber oft vernachlässigen, ist die Bildoptimierung. Was viele nicht wissen: Sobald du ein Bild in deiner Mediathek hochlädst, erstellt WordPress automatisch drei weitere Formate: Ein großes (Beitragsbild), ein mittelgroßes und ein kleines Format (Vorschaubild).

WordPress Bildgroeßen

Wenn du also denkst, dass du nur ein Bild hochgeladen hast, sind es in Wirklichkeit vier neue Dateien inklusive Meta-Informationen, die der Server verarbeiten muss. Es gibt sogar Themes, die automatisch 10 oder mehr Bildgrößen generieren.

Wenn du diese verschiedenen Formate auf die Anzahl aller deiner verwendeten Bilder hochrechnest, wird deutlich: deine Bilder für WordPress zu optimieren, lohnt sich!

Bilder kleiner abspeichern ist nur der erste Schritt

Deine Originalbilder vor dem Hochladen mit Photoshop oder einem vergleichbaren Programm zu verkleinern, ist eine erste Optimierungsmaßnahme. Um in Punkto Ladezeit allerdings das Bestmögliche herauszuholen, solltest du alle Bilder auf deiner Seite – also auch die von WordPress automatisch generierten Bild-Dateien – komprimieren.

Der Unterschied zwischen “lossy” und “lossless”

Bei der Komprimierung von Bildern gibt es den Unterschied zwischen verlustbehafteter (lossy) und verlustfreier (lossless) Kompression, der sich im Prinzip durch die Bezeichnungen schon selbst erklärt:

Bei einer lossless Komprimierung ist der Qualitätsunterschied zwischen dem Bild vor und nach der Kompression optisch so gut wie nicht erkennbar. Oft werden dabei hauptsächlich überflüssige Meta-Informationen der Bilddatei entfernt, um unnötige Kilobytes einzusparen. Bei einer lossy Komprimierung leidet durch eine Verringerung der Farben und Auflösung unter Umständen die Bildqualität. Dafür kann durch eine lossy Komprimierung deutlich mehr Dateigröße eingespart werden.

Mit dem richtigen Plugin wird Bildkomprimierung zum Kinderspiel

Indem du deine Originalbilder schon vor dem Hochladen auf deine WordPress-Seite verkleinerst, bist du vielen Seitenbetreibern schon einen Schritt voraus. Um deine bestehende Mediathek rückwirkend zu optimieren und die Kompression neuer Bilder zu automatisieren, sind Plugins die naheliegendste Lösung.

Darum zeige ich dir heute fünf beliebte Plugins, die dir bei der Optimierung deiner Bilder unter die Arme greifen. Die Reihenfolge der Auflistung basiert auf der Anzahl ihrer aktiven Installationen.

Nr. 1: WordPress-Bilder optimieren mit WP Smush

Bilder optimieren mit WP Smush

Aktive Installationen: über 1 Million
Bewertung: 4,8 Sterne (4.614 Reviews)
Unterstützte Formate: JPG, PNG, GIF
Kostenlos: Bildgröße max. 1 MB, Bulk-Komprimierungen von max. 50 Bildern
Komprimierung: lossless (Free) und lossy (Pro)

Wie die über eine Million Installationen und über 4.500 Bewertungen zeigen, ist WP Smush von WPMU DEV eines der beliebtesten Bildoptimierungs-Plugins. WP Smush gibt es in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Pro-Version. Leider ist man gezwungen für $49 pro Monat WPMU DEV-Mitglied zu werden, um WP Smush Pro nutzen zu können. Eine separate Kaufoption wird nicht angeboten.

Was bietet die Free-Version von WP Smush?

Wie bei den meisten Plugins, hat die kostenlosen Variante von WP Smush einige Einschränkungen. So kannst du in der Free-Version nur bis zu 1 MB große Bilder komprimieren, im Gegensatz zu 32 MB in WP Smush Pro. Dazu läuft die Bildoptimierung laut WPMU DEV in der Pro-Version bis zu 200 Prozent schneller.

Das sagen die Kollegen von WPMU DEV selbst über die kostenlose Bildoptimierung mit WP Smush:

It’s ideal for people with minimal smushing needs, but since it’s limited to 1 MB it’s not so great for those who have some serious smushing to do, such as photographers.

Dazu kommt, dass du in der kostenlosen Version nur verlustfrei komprimieren kannst. Die höchste Komprimierungsstufe “Super Smush”, die einen lossy Algorithmus nutzt, gibt es nur in der Pro-Version. Bulk-Komprimierungen sind in der kostenlosen Version auf 50 Bilder zur Zeit beschränkt.

Nr. 2: Bilder optimieren mit dem EWWW Image Optimizer

Bilder optimieren mit EWWW Image Optimizer

Aktive Installationen: über 600.000
Bewertung: 4,4 Sterne (348 Reviews)
Unterstützte Formate: JPG, PNG, GIF, PDF
Kostenlos: nur auf eigenem Server (ohne API)
Komprimierung: lossless (Free) und lossy (Pro) möglich

Was bietet die Free-Version des EWWW Image Optimizers?

Anders als bei den anderen Plugins in dieser Liste, findet die Bildkompression in der kostenlosen Version des EWWW Image Optimizers auf deinem Server statt. Damit das Plugin funktioniert, benötigst du allerdings die exec()-Funktion, die viele Hoster aus Sicherheitsgründen nicht freigeben. Das gilt übrigens auch für RAIDBOXES.

Was es mit der exec()-Funktion auf sich hat, erklären die EWWW IO-Entwickler in diesem Artikel. Wenn du EWWW IO trotzdem nutzen willst, kannst du die API des Services nutzen. Diese Variante ist allerdings kostenpflichtig.

Nr. 3: Bildkomprimierung mit Compress JPEG & PNG Images

Bilder optimieren mit Compress jpeg & png images

Aktive Installationen: über 100.000
Bewertung: 4,5 Sterne (113 Reviews)
Unterstützte Formate: JPG, PNG
Kostenlos: ca. 100 Bilder pro Monat
Komprimierung: lossless

Was bietet die Free-Version von Compress JPEG & PNG Images?

Compress JPEG & PNG Images ist das offizielle Plugin zu den bekannten Online-Komprimierungstools TinyPNG und TinyJPG. In der kostenlosen Variante des Plugins kannst du circa 100 Bilder pro Monat komprimieren.

Bei Bilder-Kontingenten wie diesem musst du allerdings bedenken, dass nicht nur das Originalbild, sondern die von WordPress automatisch generierten Formate ebenfalls optimiert werden und von deinen Bilder-Credits abgezogen werden.

Laut der Entwickler von TinyPNG und TinyJPG können JPEG-Bilder durch den Service durchschnittlich um 40-60 Prozent und PNG-Bilder um 50-80 Prozent komprimiert werden, ohne dass ein sichtbarer Qualitätsverlust entsteht.

Nr. 4: WordPress-Bilder optimieren mit Imagify

Bilder optimieren mit Imagify

Aktive Installationen: über 100.000
Bewertung: 4,7 (404 Reviews)
Unterstützte Formate: JPG, PNG
Kostenlos: Bildgröße max. 2 MB, Uploads max. 25 MB pro Monat und einmalig 25 MB bei der Registrierung
Komprimierung: lossy und lossless möglich

Was bietet die Free-Version von Imagify?

Imagify ist ein Plugin von WP Media, dem Startup hinter dem bekannten WP Rocket-Plugin. In der kostenlosen Version kannst du monatlich bis zu 25 MB an Bildern komprimieren, was laut den Imagify-Machern circa 250 Bildern entspricht. Bei der Anmeldung bekommst du außerdem einmalig 25 MB auf dein Upload-Kontingent gutgeschrieben.

Imagify bietet drei verschiedene Komprimierungsstufen:

Normal: Dabei handelt es sich um eine verlustfreie Kompression. Die sichtbare Qualität des Bildes wird also nicht verändert.

Aggressive: Diese Stufe ist zwar lossy, allerdings mit nur einer geringen Einbuße der Bildqualität. Laut Imagify ist dieser Verlust in den meisten Fällen kaum merkbar.

Ultra: Das ist die stärkste Kompressionsstufe des Plugins, die dementsprechend Qualitätsverluste mit sich bringt, aber am meisten Platz spart.

Nr. 5: WordPress-Bilder optimieren mit ShortPixel

Bilder optimieren mit ShortPixel Image Optimizer

Aktive Installationen: über 60.000
Bewertung: 4,7 Sterne (302 Reviews)
Unterstützte Formate: JPG, PNG, GIF, PDF
Kostenlos: 100 Bilder pro Monat
Komprimierung: lossy und lossless möglich

Was bietet die Free-Version von ShortPixel?

In der kostenlosen Version von ShortPixel kannst du maximal 100 Bilder pro Monat komprimieren. Bilder oder Dateien, die das Plugin nicht um mehr als 5 Prozent komprimieren kann, werden fairerweise nicht von deinen Bilder-Credits abgezogen. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, nicht nur Bilder, sondern auch PDF-Dateien zu optimieren.

Ein weiteres Plus ist, dass auch in der kostenlosen Version eine verlustbehaftete Optimierung möglich ist und es kein Limit für die Größe der hochgeladenen Bilder gibt.

Fazit: Automatisierte Bildoptimierung mit Plugins spart Zeit

Und das sogar doppelt: Zum einen fällt der manuelle Optimierungsaufwand für dich und deine Kunden weg, zum anderen sparst du durch automatisierte Bildkomprimierung Ladezeit.

In Zeiten, in denen es bei der Performance deiner Seite auf jede Millisekunde ankommt, ist die Bildoptimierung also eine Maßnahme, die du bestmöglich ausschöpfen solltest.

Welches Bildoptimierungs-Plugin für dich die beste Lösung ist, lässt sich pauschal nur schwer beantworten. Letztendlich kommt es ganz darauf an, wie viele deiner Bilder nachträglich optimiert werden müssen und wie viele neu dazukommen.

Wer nur wenige Bilder pro Monat hochlädt und außerdem PDF-Dateien auf seiner WordPress-Seite verwendet, ist mit ShortPixel gut bedient. Wenn du dich bei der Optimierung deiner Bilder nicht auf fremde Server verlassen willst und dein Hoster es zulässt, ist EWWW.IO eine gute Wahl. Für Unternehmen, die regelmäßig Content produzieren und viele Bilder hochladen, lohnt sich unter Umständen WP Smush PRO, zusammen mit den anderen Features von WPMU DEV. Das ist zum Beispiel bei uns der Fall.

Das Motto für maximale Optimierung ist: “Doppelt hält besser”

Wenn du so wenig Zeit wie möglich für das Optimieren deiner Bilder aufwenden möchtest, sind die kostenpflichtigen Angebote der Plugins vermutlich die bessere Wahl. So musst du dir nicht konstant Sorgen um ausgeschöpfte Megabytes oder Bilder-Kontingente machen und die Optimierung läuft automatisiert im Hintergrund.

Wer etwas mehr Zeit aufwenden kann und das meiste bei der Komprimierung herausholen will, sollte sogar “doppelt optimieren”. Das ist ein Ansatz, den wir bei RAIDBOXES so gut es geht befolgen. Schon bevor wir ein Bild in der Mediathek hochladen, passen wir es auf die erforderliche Größe an und exportieren es in einer möglichst geringen Auflösung.

In Photoshop gibt es z.B. die Möglichkeit, Bilder speziell für die Webnutzung zu speichern. Den Befehl dazu findest du unter “Datei“ und “Für Web speichern“. Zusätzlich nutzen wir WP Smush Pro, wodurch jedes in WordPress hochgeladene Bild automatisch komprimiert und unnötige Meta-Informationen entfernt werden.

Ich hoffe, dass in der Liste das richtige Plugin für deine Bedürfnisse dabei ist. Wenn du eine weitere Plugin-Empfehlung für die Bildoptimierung in WordPress parat hast, freue ich mich über deinen Kommentar. 

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Ja, ich bin mit der Datenverarbeitung einverstanden.

4 thoughts on “Bilder für WordPress optimieren: 5 beliebte Plugins zur Bildkomprimierung

  1. Ich nutze seit Jahren optimus.io (damals noch von Sergej Müller entwickelt) und finde die Leistung für 19€/Jahr grandios! Leider fehlt dieses (meiner Meinung nach) sehr gute Plugin in eurer Liste! 🙂

    1. Danke dir für deine Empfehlung, Olli! Bei den Top 6 Plugins wäre Optimus mit seinen 40.000 Installationen auf jeden Fall dabei gewesen. 🙂 Lieben Gruß aus Münster!

  2. Frage, ist das Plugin WP-Smush DSGVO-konform. In einer Liste der untersuchten Plugins wird beschrieben, dass das Plugin die Bilder auf den eigenen Server hochladen, dort komprimieren und wieder zurück auf unseren Server. Angeblich werden die Bilder nach dem Komprimieren auf dem externen Server wieder gelöscht. Trotzdem, wenn es dabei um Bilder von Personen geht, sehe ich das eher kritisch. Muss man das in der Datenschutzerklärung erwähnen?

    Liebe Grüsse
    Betty

    1. Hi Betty,
      vor dem Hintergrund der DSGVO gilt eigentlich für alle Plugins, bei denen du dir unsicher bist: lieber den Hersteller direkt fragen, ob personenbezogene Daten verarbeitet werden und was genau mit den Daten passiert. Die Frage bzgl. der Verarbeitung von Bildern, die Personen zeigen, betrifft meiner Meinung nach aber eher das Bild- und Nutzungsrecht als die DSGVO.
      Lieben Gruß
      Leefke

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