WordPress App erstellen

Eine eigene WordPress-App erstellen?
Diese 3 Plugins machen’s möglich!

Alles spricht von Mobile First und der Wichtigkeit, deine WordPress-Seite auf die Bedürfnisse der mobilen Nutzer auszurichten. Leider bleibt es bei der Umsetzung oft bei kleinen Optimierungsmaßnahmen an der Website selbst. Ein wirkungsvoller Kanal, um deine potenziellen Kunden zu erreichen, wird dabei meist vergessen: mobile Apps. Wie du ganz ohne Programmierkenntnisse eine eigene WordPress-App erstellen kannst, zeigt dir Lukas Gehrer.

In den letzten Jahren habe ich mehrere meiner Projekte und WordPress-Webseiten mit einem App-Angebot erweitert und dabei spannende Erfahrungen gemacht, die ich dir heute weitergeben möchte. Das richtige Plugin für die Umwandlung deiner Seite in eine mobile App zu finden, ist eine ziemlich lästige Aufgabe. Viel mehr als die Fülle an Angeboten stören mich dabei die vielen TOP-10 Listen. Denn diese sind meistens total oberflächlich und du weißt hinterher genauso wenig wie vorher.

Meine Top 3 App Builder Plugins für WordPress

Aus gegebenem Anlass habe ich mich also hingesetzt und die drei besten WordPress-Plugins für deine potenziellen App-Pläne herausgesucht. Dabei habe ich jeweils ein Plugin für gewisse Anwendungszwecke und Größenordnungen ausgewählt – von kleinen Blogs bis hin zu internationalen Unternehmensseiten. Ich freue mich, dir bei der Auswahl des richtigen Plugins zu helfen, um deine WordPress-Seite in eine mobile App zu verwandeln!

Gleich vorneweg: Ich habe in diesem Artikel den Fokus auf App Abo-Dienste gelegt. Denn 50.000 Euro für eine Custom App von einer Agentur mit jahrelangem Support hinzulegen, ist weder mein Ziel noch meine Empfehlung. Aus diesem Grund sind Abo-Dienste für Apps oder auch sogenannte “WordPress App Builder” sehr beliebt. Und mindestens drei davon, sind auch wirklich zu empfehlen.

WordPress-App-erstellen_AppPresser

#1 AppPresser: Super App-Plugin für kleine Blogs und Webseiten

Wir starten mit AppPresser, dem wahrscheinlich bekanntesten App Builder-Plugin. Es wird gleichzeitig auch die meisten von euch ansprechen. AppPresser hat sich unter den Massen einen Namen gemacht und beansprucht völlig berechtigt einen großen Marktanteil für sich. Weit über 4.000 aktive Installationen zählt das Tool auf WordPress.org. Irgendetwas machen die Entwickler da also richtig.

Genau genommen nicht irgendetwas, sondern die Preis-Leistung. Schon ab 19 Euro im Monat (Stand Januar 2019) kannst du eine AppPresser Jahreslizenz abschließen, welche den App Builder sowie ein Jahr lang Support und Updates beinhaltet. In dem kleinsten Tarif werden allerdings maximal 5.000 Geräte für Push-Benachrichtigungen und keine weiteren Features unterstützt.

Die Möglichkeit, Werbung zu schalten, Sharing-Buttons für Social Media, Downloads, eine Kamera-Integration und Co. einzubinden, gibt es erst ab dem „Agency“-Tarif für knapp 50 Euro im Monat. Noch mehr PRO Features bietet der Tarif „Agency Plus“. Darunter fallen Dienste wie Community- und Mitglieder-Bereiche, offline Downloads, Übersetzungen und mehr.

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Basis-Funktionen zum kleinen Preis

Funktionieren tut AppPresser total einfach und direkt in der WordPress-Oberfläche. Du wählst Menüs, Farben, Hintergründe, Schriftarten etc. aus und kann dir so ganz individuell deine mobile App zusammenstellen. Die Live-Vorschau versüßt dabei die User Experience ungemein.

Allerdings muss man ehrlich sein: Besonders viele Möglichkeiten stehen hier nicht zur Verfügung. Das grundlegende App-Design kann zum Beispiel nicht einfach gewechselt werden. Man kann es sich eher wie ein WordPress-Theme vorstellen, welches man eben konfigurieren kann. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Und da wären wir auch schon bei dem Punkt, warum in der Überschrift steht „für Blogs und Webseiten“. Die Apps sehen eher aus wie Web-Apps und zählen wohl nicht zu den modernsten Oberflächen, die man finden kann. Wer sich also individuell von der Konkurrenz abheben möchte, wählt vielleicht besser einen anderen Dienst.

Dafür sind die Apps für diesen Preis kaum zu übertreffen. Deshalb wirst du als Blogger oder Webseitenbetreiber mit kleinem Budget mit AppPresser den perfekten Anbieter finden. Weiteres Budget ist dann vielleicht in der Redaktion eines Nischenblogs besser investiert.

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#2 Appful.io: Perfektes App-Plugin für größere Magazine, Unternehmen und große WordPress-Projekte

Dann springen wir im Zielgruppen-Diagramm einmal quer von einem Rand zum anderen. Wenn du nicht etwa eine mobile App für einen Nischenblog, sondern für ein Unternehmen, größere Projekte oder ein Magazin erstellen möchtest, brauchst du einen anderen Dienstleister. Appful positioniert sich dafür seit Jahren am Markt als die perfekte Lösung für Unternehmen. Laut eigenen Angaben auf der Homepage nutzen Organisationen wie Greenpeace, Vaude, Peta und große Webportale wie Macnotes.de den App Builder.

Appful bietet nicht nur die reine Erstellung und Betreuung von Publishing Apps an. Wenn du eine eigene App für die interne Kommunikation, für Content Marketing Zwecke oder sogar als Datenbank für Mitarbeiter und Kunden anvisiert, findest du mit appful einen guten Partner mit Erfahrung im B2B-Bereich. Doch auch große Webseiten und Magazine können von appful’s Know-How profitieren, wenn das entsprechende Budget vorhanden ist.

Neben dem reinen WordPress-Plugin, bietet appful zahlreiche Features und Dienstleistungen, die das Angebot zu einem runden Gesamtpaket machen: Jahrelanger Support, regelmäßige Updates für neueste Features auf iOS und Android, moderne App Designs und vor allem der Dashboard-Login trennen appful von vielen kleinen WordPress App Buildern.

Als appful-Kunde kannst du dich bequem von überall aus und jederzeit mit deinem Konto einloggen, Anpassungen an deiner App vornehmen und diese live schalten. Darüber hinaus hast du die Möglichkeit, über dein Konto das App Design, die Seiten und Menüs zu konfigurieren sowie Analytics-Daten abzurufen. Außerdem ist es möglich, eigene App Designs und Funktionen mit dem Team hinter appful zu entwickeln.

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Eine professionelle App hat ihren Preis

Insgesamt ist Appful eine optimale Lösung für Unternehmen sowie größere, auf WordPress basierende Projekte, die bei der Entwicklung einer modernen App möglichst viel Arbeit auslagern möchten. Am Ende soll eben die App im App Store stehen und dank Updates und Support auch modern und zukunftssicher bleiben. Outsourcing statt selber basteln ist hier das Stichwort. Im Grunde das Gegenteil von AppPresser.

Für diese Dienste musst du dann allerdings B2B-Preise einkalkulieren, anders als bei AppPresser und Co. Bei appful geht es ab 99 Euro im Monat erst los. Unternehmen und Enterprise-Kunden bezahlen in der Regel mehr. Auf einige hundert Euro musst du dich also gefasst machen. Doch für eine moderne App mit optional eigenem Design ist dies Marktpreis. Im Vergleich zu App-Agenturen stehst du mit der appful-Lösung sogar deutlich günstiger da. Es ist also im B2B-Bereich eine Art “best of two worlds”: Agentur-Design und Abo-Preise.

Wenn das Budget da ist, lohnt sich appful also. Doch das ist ein großes “wenn”. Ich selbst habe mehrere meiner Online-Blogs erfolgreich mit appful in eine mobile App umgewandelt. Wenn ich nicht zufrieden wäre, stünde das Plugin nicht in diesem Artikel.

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#3 PWA: Muss es immer eine mobile App sein?

Gerade, wenn du nur wenig Budget zur Verfügung hast und im Grunde nur die Inhalte einer statischen Website optimiert auf mobilen Geräten darstellen möchtest, kann eine Web-App die richtige Lösung sein. Mit dem kostenfreien Plugin „Super Progressive Web Apps“, welches auf WordPress.org über 10.000 aktive Installationen und eine Bewertung von 5/5 Sternen aufweist, ist die Umsetzung kinderleicht.

Ich tue mich eben schwer, manchen WordPress-Projekten und Webseiten gleich einen kostenpflichtigen App Builder “aufzuschwätzen”, wenn im Grunde nur eine schicke Darstellung für Smartphone und Tablet fehlt.

Das PWA-Tool baut binnen Minuten eine mobil angepasste Version deiner WordPress-Seite, die deinen mobilen Webseitenbesuchern den Button “Add To Home Screen” anzeigt. Mit nur einem Klick kann euer Besucher dann einen Shortcut mit Icon auf dem Homescreen auf iOS und Android platzieren.

Natürlich macht dieser Homescreen-Shortcut deine Seite noch nicht zu einer “echten” mobilen App, dennoch ist diese Lösung für den Anfang oft absolut ausreichend. Darüber hinaus stellt PWA die einfachste und billigste Lösung dar. Schließlich kannst du später immer noch auf AppPresser oder appful aufrüsten.

Fazit: Welches WordPress-Plugin ist für mich?

Nun, dies kannst du im Grunde schon aus dem Text herauslesen. Für die meisten wird die Antwort wahrscheinlich “AppPresser” heißen. Denn damit bekommst du in der Regel eine wirklich schicke App, die vollkommen ausreichend für kleinere Vorhaben ist und dir vor allem Geld spart.

Als Unternehmen, Magazin oder Betreiber eines größeren WordPress-Blogs solltest du dir hingegen appful einmal genauer ansehen. Im Normalfall ist hier ein bisschen mehr Budget eine lohnenswerte Investition.

Wenn deine Pläne, eine eigene WordPress-App zu erstellen, nach meinem Artikel völlig durcheinander geraten sind, brauchst du vermutlich noch etwas Zeit. In dem Fall bietet es sich an, zunächst eine Web-App mit PWA zu erstellen. Wenn also kaum Budget da ist und im Grunde noch Unsicherheit herrscht, ob dein Projekt einmal groß wird, dann gib das Geld besser nicht für eine mobile App aus, sondern optimiere die mobile Version so gut es geht!

Wenn du Feedback, Fragen oder weiteren Input zur Umwandlung von WordPress-Seiten in mobile Apps hast, freue ich mich über deinen Kommentar!

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