Sicherheitsluecke in DSGVO-Plugin

Kritische Sicherheitslücke in DSGVO-Plugin: sofortiges Update erforderlich

Aktuell gibt es eine kritische Sicherheitslücke im Plugin WP GDPR Compliance. Wenn du dieses Plugin installiert hast, solltest du es daher so schnell wie möglich auf die aktuellste Version 1.4.3 updaten.

Zum Hintergrund: In Version 1.4.2 konnten auch nicht berechtigte Nutzer im Grunde alle Aktionen auf der WordPress-Webseite durchführen und sich insbesondere einen eigenen Nutzer mit Admin-Rechten anlegen.

WordPress-Nutzer prüfen

Du solltest daher unbedingt auch die Liste der WordPress-Nutzer deiner Webseite prüfen. Der Spammer hat sich hier bisher stets unter dem Namen t2trollherten mit der Mailadresse trollherten@mail.com registriert.

Einer der effektivsten Hacks der letzten Zeit

Sicherheitslücken in Plugins sind leider nie auszuschließen. Die Einfachheit des Hacks und die Effektivität waren diesmal aber verblüffend. Das Plugin hat über 100.000 Installationen! Dass dies ausgerechnet bei einem Datenschutz-Plugin passiert, ist natürlich ironisch.

Was kann passieren?

Der Nutzer hat Admin-Rechte. Er kann daher diverse Veränderungen auf der Seite vornehmen. Allerdings hat sich bei unseren Kunden gezeigt, dass hier keine unmittelbaren Veränderungen vorgenommen wurden. Auch in Scans, welche mit dem Sicherheits-Plugin Wordfence im Nachgang durchgeführt wurden, wurden keine kritischen Fälle entdeckt.

So solltest du vorgehen

1. Update das Plugin WP GDPR Compliance auf die neuste Version 1.4.3.
2. Lösche den fälschlichen WordPress-User (z.B. t2trollherten).

Zum Löschen eines WordPress-Benutzers, gehe wie folgt vor:

  1. Logge dich in deine Seite ein
  2. Klicke im WordPress-Dashboard auf Benutzer → Alle Benutzer
  3. Um einen Nutzer zu löschen, markiere diesen über die Auswahlbox links und wähle dann oben im Aktions-Drop-Down Mehrfachaktionen die Option “löschen”

3. Installiere das Plugin Wordfence und führe einen Scan durch. Als Scan-Intensität kann hoch ausgewählt werden. Ob du das Plugin weiter behalten möchtest, kannst du mit unserem Security-Plugin-Vergleich besser bewerten.

Wenn du ein Backup-System nutzt, kannst du auch das Backup vom Montag (5. November) einspielen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand schon vorher Zugang zu deiner Seite verschafft hat, ist recht gering, da die akuten Hacks erst am Donnerstag (8. November) stattgefunden haben. Danach aber unbedingt das Plugin updaten.

Alternatives DSGVO-Plugin: Solltest du nun Bedenken bei diesem GDPR-Plugin haben, empfehlen wir WP DSGVO Tools als Alternative.

Wie du solch einen Hack zukünftig verhinderst

Eine bewährte Möglichkeit, einen Hack dieser Art zu verhindern, ist das Nutzen automatischer Plugin-Updates. Als Managed WordPress-Hoster gehört dies zu unseren Kernangeboten, um unseren Kunden so viel Arbeit wie möglich abzunehmen und ihnen so mehr Freiraum zu schaffen.

Im konkreten Fall wurde für unsere Fully Managed Kunden das Plugin-Update auf die sichere Version 1.4.3 in der Nacht auf den 8. November durchgeführt. Diese Kunden waren daher nicht vom Hack betroffen.

Wer unseren Fully Managed Tarif für 20 Euro statt 30 Euro (netto) pro Monat nutzen möchte, kann folgenden Link nutzen: Fully Managed Spezial. Die Ermäßigung steht dann automatisch zur Verfügung, wenn du deine BOX nach dem Testzeitraum aktivierst. RAIDBOXES Kunden können über den Chat in den Fully Managed Tarif upgraden.

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